02
Mrz
Qualität statt Quantität in der CSU
Junge Politikerinnen setzen sich gegen die Einführung einer Frauenquote ein
Die Junge Union (JU) im Kreisverband Traunstein sieht eine Frauenquote für die CSU als falschen Weg zu mehr Frauenbeteiligung.
JU-Kreisvorsitzender Sigi Walch spricht sich gegen jegliche Quoten für die Auswahl von Kandidaten für politische Mandate und für die Zusammensetzung von CSU-Vorständen aus. Wichtiger als Satzungsbeschlüsse ohne Leben seien eine moderne und offene Parteiarbeit der CSU. Hinzu kämen spezielle Förderungen für Frauen, wie Mentoring-Programme und Seminare. Die Forderung der bayerischen Frauen Union durch die Satzung 40 Prozent aller CSU-Vorstände mit Frauen zu besetzen stehe für ein falsch verstandenes Frauenbild. Magdalena Haas, Ortsvorsitzende der JU Taching-Tengling unterstreicht “eine solche Quote kommt der Herabwürdigung aller in der CSU aktiven, engagierten Frauen und ihrer Leistung gleich. Keine Frau möchte Quotenfrau sein.”
“Quotenregelungen führen dazu, dass Ämter mit Personen besetzt werden, die lediglich den Anforderungen der Quote genügen. Ohne Anspruch, dass diese Menschen die fachliche oder persönliche Qualifikation für die jeweilige Aufgabe besitzen” betont die junge Politikerin So würde die gebotene Wertschätzung für politische Leistungen ausbleiben und fähige CSU-Mitglieder demotiviert werden. Das ist für die JU Traunstein entscheidend, denn es sollen mehr Frauen Verantwortung in Amt und Mandat übernehmen. Zahlreiche andere Parteien hätten trotz Einführung einer Quotenregelung feststellen müssen, dass die Förderung ausgewählter Gruppen innerhalb der Partei nicht eingetreten sei. “Quoten hätten lediglich den Effekt, dass das gesamte Leistungsniveau der CSU absinken würde” warnt Haas die Parteiführung vor falschen Schritten.