17
Jul
JU Traunreut setzt sich für Carl-Orff-Schule ein
Die JU Traunreut fordert, dass die Grundschulen in Traunwalchen und St. Georgen erhalten bleiben müssen. Um dies sicher zu stellen soll in Traunreut eine kleinere Grundschule gebaut werden.
Bei einer Vorstandssitzung der Jungen Union Traunreut wurde eine hitzige Diskussion über die aktuelle Kommunalpolitik geführt. Im Mittelpunkt standen die problematischen Schulstrukturen in Traunreut. Die Nordschule ist dringend sanierungsbedürftig und die Hauptschule stößt an ihre Platzkapazitäten, weshalb im vergangenen Jahr bereits ein Auflösen der Sonnenschule diskutiert wurde. Die Grundschulen in St. Georgen und Traunwalchen hingegen sind keineswegs ausgelastet, in der Carl-Orff-Schule Traunwalchen sind außerdem Renovierungen notwendig.
Die Tatsache, dass aus wirtschaftlicher Sicht ein Schulneubau in der Innenstadt gegenüber einer Sanierung der Nordschule sinnvoller erscheint, besorgt besonders Bürgerinnen und Bürger in Traunwalchen, da diese dann eine Schließung ihrer Grundschule befürchten- dies berichteten die Traunwalchener JU-Mitglieder. Hierzu nimmt die JU Traunreut klar Stellung. Ortsvorsitzender und Stadtrat Hans-Peter Dangschat forderte, die Carl-Orff-Schule Traunwalchen müsse unbedingt erhalten bleiben. Die wohnortnahe Grundschule sei wichtig für die Entwicklung des Ortsteiles und die Dorfgemeinschaft. Auch mit Blick auf die lange historische und musische Tradition der Carl-Orff-Schule sei eine Schließung nicht zu vertreten.
Ein anderer Teil der JU-Vorstandschaft vertrat wiederum die Ansicht, dass die Schüler aus der Innenstadt auf die Schulen St Georgen und Traunwalchen verteilt werden könnten. Dies sei die kostengünstigste Lösung, da so keine neue Schule gebaut werden müsste. Andrea Haslwanter sprach sich gegen eine solche Lösung aus. Laut Haslwanter sind gerade wegen der Nähe zu den Schulen viele junge Familien in die Innenstadt gezogen, daher brauche die Innenstadt mindestens eine Grundschule. Die JU-Stadträte bevorzugen den Bau einer kleinen, maximal dreizügigen Grundschule im Stadtzentrum, in der ein Teil der Schülerinnen und Schuler der Nordschule und der Sonnenschule Platz finden sollen. Die restlichen Schüler, also diejenigen, die am Kernstadtrand wohnen, sollen etwa zu gleichen Teilen auf die Schulen St Georgen und Traunwalchen aufgeteilt werden. So kann deren Bestand langfristig gesichert werden. Die Hauptschule soll dann in der alten Sonnenschule ihren Platz finden.
Im Anschluss an die Sitzung besichtigte die JU-Vorstandschaft das Feuerwehrgerätehaus Traunwalchen. Beim Rundgang durch das Feuerwehrhaus wies Kommandant Günther Dorfhuber auf die erheblichen Platzprobleme der Wehr hin. So fehlen Wasch- und Umkleideräume, vor allem für die weiblichen Mitglieder der Feuerwehr, und auch die Situation in der Fahrzeughalle ist zu beengt. Feuerwehrreferent Hans-Peter Dangschat hält einen Wanddurchbruch zu einem leer stehenden Raum der angrenzenden Carl-Orff-Schule für sinnvoll, um zusätzlichen Raum für die Feuerwehr zu gewinnen. Dieser Vorschlag wurde allgemein begrüßt und von der gesamten JU Traunreut unterstützt.
